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Hüftgelenk

In einer Studie untersuchten japanische Forscher den Zusammenhang zwischen Inkontinenz und Hüft-OP. Dafür beobachteten sie 189 weibliche Patienten, denen ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt werden sollte. Sie füllten vor und drei Monate nach der Operation einen Fragenbogen aus. Die Untersuchung erschien im Fachblatt International Journal of Urology.


 


81 Patientinnen litten vor dem Eingriff an Inkontinenz. Drei Monate nach dem Eingriff hatten sich bei 64 Prozent der Probandinnen die Symptome gebessert. Bei 32 Prozent hatten sie sich nicht verändert und bei 4 Prozent hatten sie sich verschlechtert.


 


 


Zusammenhang zwischen Hüft- und Beckenbodenfunktion


Die Besserung ließ sich nach einem Inkontinenz-Score berechnen, sie betrug 6 auf 3,5 Punkte. Dieses Ergebnis lasse auf einen Zusammenhang zwischen Hüft- und Beckenbodenfunktion schließen, so die Forscher. Eine Fehlfunktion des Hüftglelenks könnte zu Inkontinenz führen, weil die Bewegung durch die Gelenkprobleme eingeschränkt ist und sich daher die Muskulatur in dem Bereich zurückbildet.


 


Besonders bei Frauen kann die Schwächung der Beckenbodenmuskulatur - ausgelöst auch Bindegewebsschwäche oder Geburten - zu Inkontinenz führen. Dadurch greift der Schließmuskel, der die Harnröhre umschließt, nicht mehr richtig. Beim Husten oder Niesen gehen dann ungewollt einige Tropfen Urin ab.


 


 


 

Von: onmeda.de
Eintrag vom: 08.06.2015
 
 
 
 
 
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